Portal

Valve reguliert den PC-Markt.

Egal ob Retail oder Download, für die meisten Spiele braucht man heutzutage Steam.

Mit Steam verdient sich Valve eine goldenen Nase. Wahrscheinlich könnte Valve noch ewig überleben, ohne auch nur ein einziges eigenes Spiel zu veröffentlichen, aber in der Vergangenheit hat Valve Spiele entwickelt und veröffentlicht,

…zum Glück!

Denn es gibt viele Zocker, die Valves Werke für die besten PC-Spiele aller Zeiten halten.

Half-Life; Left4Dead; Counter Strike

Wir möchten uns nun einem Spiel widmen, welches eigentlich nur als kleiner Zusatz zu Half-Life 2: Episode Two in der Orange-Box gedacht war. Ein Spiel mit kleinen Physikrätseln im Half-Life Universum:

Portal

Dieses Spiel ist ein absoluter Meilenstein, und fast über jeden Zweifel erhaben. Maximal die kurze Spieldauer, die allerdings dem Konzept als spielerische Zugabe geschuldet ist, könnte man ankreiden. Technisch basiert Portal auf der allseits beliebten Source Engine, welche auch in Half-Life 2 verwendet wurde.

Obwohl die Story in Teil 1 zunächst nahezu unbedeutend war, wurde sie durch ihre besondere Erzählweise durchaus positiv aufgenommen.

Man erwacht als eine in einen orangen Overall gekleidete junge Frau, in einer engen Zelle, die man durch ein oranges Portal verlässte. Schnell wird einem Suggeriert, dass man sich in einem Testlabor, dem Enrichment-Center, von Apperture-Science, einem Konkurrenten von Black Mesa befindet, und dort die neue Portal-Gun testen soll. Diese ist ein wasserpistolenartiges Gebilde, mit dem sich auf bestimmten Oberflächen jeweils ein blaues und ein oranges Portal erzeugen lässt. Wenn man durch das blaue Portal tritt , kommt man aus dem orangen wieder heraus.
Das ist die komplette Spielmechanik.
Mit diesem relativ einfachem Werkzeug arbeitet man sich durch die Testkammern, in denen diverse Gefahren und Hindernisse auf den Spieler warten. Wenn man alle Testkammern erfolgreich gelöst hat, soll es Kuchen geben.
Anleitungen erhält man von einer Computerstimme namens „Glados“.
Allerdings stört ein Detail. Man liest immer wieder den Spruch „The cake is a lie“ an die Wand gekritzelt.

Im zweiten Teil wird die Story vertieft, es gibt neue und größere Testkammern, und es gibt neue Gefahren. Neben der Portal Gun hat man nun auch verschieden Gele zur Verfügung um die Kammern zu lösen. Ausserdem bekommt man mit Wheatley einen Sidekick zur Seite gestellt. Ansonsten orientiert sich Portal 2 sehr dich am ersten Teil und potenziert seine Formel.

Es gibt einige Leute, die behaupten, dass man Portal gespielt habe muss um sich Gamer schimpfen zu dürfen.
Mich persönlich haben diese beiden Spiele so in ihren Bann gezogen, dass ich sie gleich mehrfach durch gespielt haben, und es kommt nicht oft vor, dass ein Spiel von mir mehrfach zum Ende geführt wird.

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Alte Spiele

Dieses mal habe ich kein konkretes Thema, sondern ich will mal meinen Senf zu einem etwas allgemeineren Thema dazu geben:

Alte Spiele.

Genauer gesagt alte Videospiele. Obwohl es alt noch nicht mal wirklich trifft. Die Gamingkultur ist eine sehr schnelllebige Szene. Teilweise gelten Titel die kaum 3 Jahre auf dem Buckel haben schon veraltet, während so mancher Titel auch nach 10 plus Jahren immernoch in den Köpfen der Zockergemeinde präsent ist.
Aber selbst das aller erste Game der Welt, kann auch noch nicht wirklich als alt angesehen werden. Nichtmal 70 Jahre ist es her, dass die erste Unterhaltungssoftware über Bildröhren flackerte, was Weltgeschichtlich gesehen natürlich ein Witz ist.
Allerdings hatten die Videospiele auch eine sehr kurze Zeitspanne für die Entwicklung von Pong bis hin zu GTA V. Wenn man diese Zeitspanne mal mit der Entwicklungszeit der Bücher, der Musik, oder selbst mit dem Film vergleicht, wirkt der Fortschritt in dieser Branche nahezu rasant.

Ich persönlich spiele fast nur „alte“ Spiele, oder wie sie auch gerne mal im Szeneslang genannt werden „Retrogames“. Für mich zählt eigentlich alles was 10 Jahre oder älter ist, unter die Kategorie Retro. Andere wiederrum sind der Meinung alles vor der 16 Bit Ära hätte sich diesen Titel verdient. Wie auch immer.

Ich persönlich würde eine Spiel, was sich über die letzten Jahre etabliert und in der Szene fest gezeckt hat, ohne zu zögern einem frisch releasdem AAA Blockbuster vorziehen, auch wenn ich dafür auf hoch aufgelöste Texturen, 3D Grafik oder sogar auf Farbe verzichten muss. Diese Spiele haben sich bereits etabliert, und dafür lass ich gerne aktuelle Titel sausen.
Hier mal ein Beispiel: Wann habt ihr das letzte mal jemanden von dem 2011er Titel Bulletstorm reden hören, und wie oft wird noch vom 20 Jahre älteren Spiel The Legend of Zelda: A Link to the Past geredet? Versteht ihr was ich meine? Die wirklichen Perlen kann man nur auf lange Sicht bestimmen.

Allerdings muss man sehr flexibel mit den Ansprüchen, die man an die Spiele stellt, sein. Es ist natürlich schon ein Unterschied ob man einen NES oder einen PS2 Titel spielt. Ich bin ein Kind der PS2 Ära. Diese Konsole hat mich geprägt und zählt auch zu meinen absoluten Lieblingsplattformen. Auch heute noch spiele ich regelmässig auf meiner PS2, aber die Liebe zu den Spielen vergangener Tage, hat eine andere Konsole in mir geweckt: Die PSP. Nach einer einfachen Installation konnte man fast alle Plattformen bis zur PS1 mobil Emulieren, lange noch bevor ich ein potentes Smartphone in der Tasche hatte. Ausserdem hat die PSP eine angenehme Hardwaresteuerung, und kein Touchinterface, was meiner meinung nach immernoch als Optimum zählt. Es gab Zeiten, in denen ich auf meiner Playstation Portable mehr GameBoy gespielt hab, und das nicht aus Mangel an guten PSP Spielen.

Viele Leute werden jetzt sagen, dass ich das ganze nur aus nostalgischer Verklärung mache, aber weit gefehlt. Die meissten Spiele, die ich spiele, sind vor meiner Geburt erschienen, und verzaubern mich trotz, oder gerade wegen, ihres Alters.

Auch wenn ich jetzt vielleicht viele gute aktuelle Titel verpasse, macht das nichts, denn ich werde sie spielen, sobald sie „gereift“ sind.

Fenimore Fillmore – The Westerner

In einer Zeit in der das klassische Point’n’Click Adventure nicht gerade zu den beliebtesten Generes zählt, und nicht einmal Klassenprimus LucasArts erfolgreich ein P’n’C an die Zockergemeinde verkaufen konnte, wurde mit The Westerner eine wahre Perle des Genres veröffentlicht, welche im wilden Westen spielt.
The Westerner-Cover

Im Nachfolger zu 3 Skulls of the Toltecs gerät der Haupt- und Westernheld Fenimore Fillmore in eine Beinahe-Schießerei auf einer Farm und stellt sich auf die Seite des Farmers Joe Banister. Dieser bittet Fenimore ihn beim Kampf gegen den Lokal-Tyrannen Starek zu unterstützen. Fenimore stimmt zu und schlägt sich auf die Seite der Farmer. Doch dann wiederfährt ihm ein heftiger Rückschlag: seine Revolver werden durch Spielzeuge ausgetauscht. Auf der Suche nach seinen Schießeisen trifft er auf Rhiannon Starek, die nichte von Starek, und verliebt sich Hals über Kopf.

Trotz seiner anstehenden Romanze, vergisst er seinen Auftrag den Farmern zu helfen nicht, und hilft ihnen ihre Farmen gegen die Angriffe durch Stareks Leute zu rüsten.

Das Gameplay ist sehr klassisch gehalten. Man klickt sich durch einer recht begrenzte Welt, kombiniert Gegenstände und löst Rätsel. Die Grafik basiert auf 3D Polygonen mit recht einfachen Texturen. Soweit alles so durchschnittlich. Aber was macht dieses Spiel meiner Meinung nach zu so einem besonderen Spiel? Im groben und ganzen 2 Aspekte:

Die Charaktere und das Flair.

Kommen wir zunächst zum Flair.
Obwohl das Grundkonzept der Story ehr ernstere Töne anschlägt ist das Flair angenehm locker und freundlich. An jeder Ecke gibt es eine kleine Nettigkeit zu entdecken. Die humoristischen Zwischenscenen in Spielegrafik lockern das Spiel weiter auf.

Ein wesentlicher Bestandteil des Spiels sind die Charaktere. Schon allein der Hauptcharakter Fenimore Fillmore ist so wunderbar sympatisch tolpatschig, dass er alleine einen Playthrough rechtfertigen würde. In jeder Ecke der Welt findet man toll geschrieben Charaktere mit den man interagieren kann. Sei es der verrückte Schießbudenbetreiber oder die muffellige Frau eines alten Farmers, oder der betrunkene Arzt. Jeder Charakter ist liebenswert und sinnvoll ins Spiel eingebunden.

Leider muss ich zugeben dieses Spiel noch nie komplett durchgespielt zu haben. Den ersten Versuch habe ich gestartet, als eine Freund von mir mit einer komplett zerkratzten Computerbild Spiele CD ankam. Das Spiel zog uns sofort in seinen Bann. Allerdings hingen wir irgendwann komplett fest, und weil wir zu der Zeit noch kein Internet hatten, konnten wir uns also nicht mit einer Lösung aushelfen. Irgendwann, einige Jahre später, hatte ich wieder Lust dieses Spiel zu spielen. Leider war die CBS CD verschollen. Das sah ich als Gelegenheit mir eine schöne Boxversion für mein Regal zuzulegen. Ich installierte das Spiel, spielte einen Tag lang und war sofort wieder gefangen. Als ich später weiterspielen wollte, stellte ich fest, dass mein Spielstand defekt war. Bis Heute hab ich noch nicht die Zeit gefunden dieses Spiel erneut anzugehen, auch wenn es zu meinen Lieblingsspielen zählt.

Leider wurde die Serie 2009 mit The Westerner 2 Fenimore Fillmore’s Revenge zu Grunde gerichtet. Das Spiel, beziehungsweise die Serie wurde komplett seiner Identität beraubt. Das Spiel und die Charaktere wurden ernsthafter. Alles was The Westerner auszeichnete wurde entfernt um das Spiel erwachsener zu machen. Zum Glück habe ich das Spiel nicht zum Vollpreis erworben, sondern in einer Computerbild Spiele. So schließt sich der Kreis also.

Zu guter letzt möchte ich sagen, dass ich mir fest Vorgenommen habe The Westerner irgendwann einmal durchspielen werde. Ausserdem spiele ich mit dem Gedanken The Westerner 2 eine neue Chance zu geben in dem ich es als eigenständiges Spiel sehe, und nicht als Nachfolger eines meiner Lieblingsspiele. Wenn es mir dann gefällt bekommt es auch eine Boxversion in meinem Regal.

RHP-Direkt aus Rödelheim

Direkt aus Rödelheim war das erste Album von Moses Pelham’s Crew „Rödelheim Hartreim Projekt“ und gleichzeitig die erste Veröffentlichung von Moses Pelham’s Label 3P (Pelham Power Productions), welches später Künstler wie Xavier Naidoo, Cassandra Steen, Azad und Sabrina Setlur (aka. Schwester S.) hervorbringen sollte.

1993, Frankfurt/Main, Rödelheim
Die deutschsprachige Hip-Hop-Szene ist noch sehr jung und hat durch „Die Da?“ von den Fantastichen Vier einen ehr poporientierten Weg eingeschlgen.
Allerdings wollten Moses P. und Thomas H. einen anderen weg als Advanced Chemistry und Fanta 4 einschlagen und entwickelten einen eigenen, wesentlich härteren Style und setzten sich so vom Rest der Szene ab.
Das Rödelheim Hartreim Projekt war geboren und veröffentlichte im Jahr 1994 ihre Debutplatte: „Direkt aus Rödelheim“
Neben einem der besten Intro-Tracks in der deutschen Hip-Hop-Geschichte enthielt das Album den ersten erwähnenswerten deutschsprachigen Disstrack. Mit „Reime“ schossen die Rödelheimer direkt Richtung Stuttgart. Mit exzellent gesetzten Samples, harten Reimen und hartem Beat wurden den Fantastischen Vier vorgeworfen die deutsche Sprechgesangskultur zu verweichlichen.
Mit diesem Track hat das Projekt deutsche Hip-Hop-Geschichte geschrieben und die Entwicklung des deutschen Raps erheblich beeinflusst.
Aber das Projekt zielt auf diesem Album nicht nur auf Stuttgart, sondern auch in Richtung Heidelberg. So erweisen Moses P. und Thomas H. im Skit „Vision“ auch Advanced Chemistry die Ehre von ihnen durch den Kakao gezogen zu werden.
Obwohl sich der Tonträger „nur“ auf Platz 31 in den Albumcharts platzieren konnte war er mir 160000 verkauften Einheiten durchaus ein Erfolg .
Mit 11 Titeln mit einer Lauflänge von ca. 45 Minuten gehört das Album vom Umfang her zum unteren Mittelmaß

Werfen wir nun einen kleinen Blick auf die Tracklist:

1. In wenigen Sekunden (Intro)

2. Reime

3. Keine ist

4. Wenn es nicht hart ist

5. Wahnsinn

6. Vision (Skit)

7. Guter Tag

8. Mamaplazda

9. Zeit zum besinnen

10. Krieg

11. Papa

Nach dem Intro und dem Fanta 4 Diss folgt mit „Keine ist“ ein ehr softer Titel, dessen Platzierung ein wenig unglücklich gewählt ist, da sich das Projekt im darauf folgen Titel „Wenn es nicht hart ist“ von allem was nicht hart ist ausdrücklich distanziert.
„Wahnsinn“ kommt mit eigenwilligen Beat und gewohnt hartem Text daher und fällt vom Sound her ein wenig aus der Reihe.
Im Skit „Vision“ werden die Fantastischen Vier verballhornt und das Projekt aus Herrscher der deutschen Sprechgesangsszene dargestellt und ist eine äußerst gelungene humoristische Abwechselung.
Der Titel guter Tag zählt zu den langsamsten und rhythmischsten Titeln der Platte und enthält neben vielen instrumentalen Einlagen im Beat auch ein Sample aus dem Böhse Onkelz Song „Schließe deine Augen“.
Nach einem ruhigeren dunkleren Track folgt mit „Mamaplazda“ ein schneller, aggressiver Punshlinetrack mit vielen harten Worten.
Um den Hörer dann ein wenig ruhiger zu Stimmen kommt mit „Zeit zum besinnen“ ein helles, entspannendes Lied, welches, wer hätte das gedacht, zum besinnen aufruft.
Kaum ist der Puls wieder unten ist die Zeit zum besinnen auch schon wieder vorbei und es folgt mit „Krieg“ der härteste Track auf der Platte. Mit Joseph Göbbel’s „Wollt ihr den totalen Krieg?“ als Sample ist die düstere, aggressive Stimmung des Tracks abgerundet.
Um den Konsumenten dieses musikalischen Machwerks nicht aggressiv zu entlassen kommt mit „Papa“ zum Schluss ein letzter ruhiger Track mit gewohnt harten Worten.

Alles in allem muss Jedem klar sein, dass das RHP mit „Direkt aus Rödelheim“ ein Stück Hip-Hop-Geschichte veröffentlicht hat.
Mit dem ersten deutschen Disstrack haben sie das erste deutsche Beef: RHP vs. Fanta 4 eröffnet. Auch wenn man sich über den Sieger dieser musikalischen Fehde streiten kann ist diese Scheibe ein bedeutendes Stück Musikgeschichte.

Dierekt aus Rödelheim bei …

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